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Jahreshauptversammlung 2016; fünf Jahre Kulturverein Amelsbüren e. V. Drucken
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Neue Projekte des Kulturvereins Drucken
 
Ausstellung "Sakrale Kunst" am 28.02. und 06.03.2016 Drucken
 
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Rastplatz "An der Börger-Brücke" Drucken

Dokumentation der Arbeitsabläufe

Im Jahre 2013 wurde im Vorstand des Kulturvereins Amelsbüren die Überlegung angestellt, die in Amelsbüren am Dortmund-Ems-Kanal-Radweg im Bereich der Börger-Brücke befindliche Bankanlage mit dem Bau einer Wetterschutzhütte aufzuwerten. Daraufhin wurde für das Jahr 2014 bei der Bezirksvertretung Hiltrup ein Antrag auf Gewährung eines finanziellen Zuschusses gestellt. Für die Wetterschutzhütte wurde für das Jahr 2014 ein Zuschuss von 3.050,00 € genehmigt und ausgezahlt. 

Nach einer Ortsbesichtigung wurde durch Einsichtnahme in die Katasterunterlagen festgestellt, dass die Stadt Münster Eigentümerin des vorgesehenen Baugrundstückes ist. Die entsprechenden Katasterpläne wurden beschafft. Am 22.09.2014 wurde eine Anfrage an das Amt für Immobilienmanagement der Stadtverwaltung Münster gerichtet, ob der Bau einer Wetterschutzhütte an der auf dem Katasterplan bezeichneten Stelle gestattet wird. Daraufhin wurde am 25.11.2014 eine Ortsbesichtigung durchgeführt, an der Sachbearbeiter des Amtes für Immobilienmanagement, des Grünflächenamtes, der Umwelt-behörde und des Bauamtes sowie der erweiterte Vorstand des Kulturvereins Amelsbüren e. V. teilgenommen haben. Eine mündliche Zusage zu dem Bau der Wetterschutzhütte wurde mit dem Hinweis erteilt, dass zwischen der Stadt Münster und dem Kulturverein Amelsbüren e. V. ein Gestattungsvertrag abgeschlossen werden müsse. In dem Vertrag seien die näheren Bedingungen bezüglich der Nutzung des Grundstückes, genauer Standort, Form und Gestaltung der Wetterschutzhütte, Standsicherheitsnachweis, Versicherungsfragen, Ausgleichsmaß-nahmen für die versiegelte Fläche und dergleichen zu regeln.

Am Beginn der Planungen haben die Grundstücksnachbarn Bedenken geäußert. Nach Erläuterung des Vorhabens wurde das Bauvorhaben jedoch akzeptiert. Praktische Hilfestellungen wurden geleistet. So wurde z. B. beim Transport einer schweren Maschine ein Schlepper zur Verfügung gestellt. Wasser für die Betonaufbereitung wurde geliefert. Baumaterial konnte bis zum Einbau auf dem Nachbargrundstück gelagert werden.

Zunächst wurde das Baugrundstück zur Feststellung der zur Verfügung stehenden Fläche und zur Festlegung des genauen Standortes vermessen. Es stellte sich seitens des Kulturvereins im Weiteren die Frage, wie die Wetterschutzhütte gebaut bzw. unter Berücksichtigung der örtlichen Verhältnisse gestaltet werden kann. In diesem Zusammenhang wurde zu dem Lehrbauhof der Baugewerbe-Innung Münster Kontakt aufgenommen und angefragt, ob im Rahmen des Lehr- und Ausbildungsbetriebes der Aufbau der Wetterschutzhütte möglich ist. Die Unterstützung unseres Bauvorhabens wurde nicht bewilligt.

Im Rahmen der weiteren vorbereitenden Arbeiten und Gestaltungsfindung wurden zahlreiche Wetterschutzunterstände besichtigt und fotografiert. Es wurde festgestellt, dass der am Emsauenweg aufgestellte Holzhaustyp gut zu dem vorgesehenen Standort passen würde. Die zuständige Kreishandwerkerschaft hat auf Anfrage mitgeteilt, dass die Konstruktion urheberrechtlich geschützt sei. Baupläne könne man deshalb nicht zur Verfügung stellen.

Schließlich wurden einschlägige Kataloge durchgesehen und Internet-Recherchen durchgeführt. Der Vorstand hat dann entschieden, als Grundkonstruktion einen vorgefertigten Pavillon anzuschaffen, der an die zweckentsprechenden Anforderungen und die am Aufstellort vorhandenen Wetterbedingungen angepasst werden sollte. Die Wahl fiel auf den Pavillon der Fa. Karibu, Typ Bergen 2.

Katalogbilder, technischen Daten und Katasterzeichnungen wurden mit dem Bauantrag an das Amt für Immobilienmanagement gesandt. Bezüglich des geforderten rechnerischen Standsicherheitsnachweises ergab sich zunächst die Schwierigkeit, dass statische Berechnungen sehr teuer geworden wären (ca. 1.000,00 bis 1.500,00 €). Der Hersteller des Pavillons hat letztendlich für die Genehmigung im Vorgriff auf die später vorgenommene Bestellung den rechnerischen Nachweis der Standsicherheit zur Verfügung gestellt.

Im Rahmen des Genehmigungsverfahrens wurde dem Kulturverein aufgegeben festzustellen, ob im Bereich des gewählten Standortes Versorgungsleitungen verlegt sind. Diesbezüglich war Herr Freimut Suhre, Mitglied im Kulturverein, Seniorchef und Mitbegründer der Ingenieurgesellschaft mbH nts, Hansestraße 63, Münster-Hiltrup, besonders hilfreich. Über seine Kontakte wurden für den Kulturverein kostenlos siebzehn Firmen angeschrieben, die im Baubereich Versorgungsleitungen verlegt haben könnten. Zwei Firmen haben auf die Anfrage mitgeteilt, dass im Bereich der Baustelle Versorgungsleitungen vorhanden sein können, die nicht überbaut und beschädigt werden dürfen. Da die vorgelegten Pläne zu ungenau und nur wenig aussagekräftig waren, musste eine Sichtungsgrabung durchgeführt werden. Im Ergebnis wurde festgestellt, dass im Bereich des gewählten Standortes irgendwelche Versorgungsleitungen nicht vorhanden sind.

Es bestand nun der Wunsch, den Boden der Wetterschutzhütte mit einem Verbundpflaster zu befestigen. Da nur geringe finanzielle Mittel zur Verfügung standen, wurden gebrauchte Pflastersteine aus einer zur Sanierung vorgesehenen Fahrbahn ausgebaut, gereinigt und verwendet.

Der von dem Sachbearbeiter der Stadt Münster und dem Vorsitzenden des Kulturvereins unterschriebene Gestattungsvertrag wurde mit Schreiben vom 24.08.2015 zugesandt. Der Vertrag enthält und regelt folgende Punkte: 

  • Ø Grundstückslage
  • Ø Nutzung und Nutzungsumfang, Nutzungsentgeld
  • Ø Herrichtung, Unterhaltung und Rückbau
  • Ø Geltungsdauer
  • Ø Haftung
  • Ø Versicherungspflicht
  • Ø Umwelt- und Ausgleichsmaßnahmen
  • Ø Schlussbestimmungen

Nach Einholung und kritischer Bewertung mehrerer Angebote wurden der Pavillon und die weiteren Bauelemente bei der Fa. Gödecke Holzzentrum 24, Münster, bestellt. Die Lieferung erfolgte Mitte September 2015.

Mit dem konkreten Aufbau der Wetterschutzhütte konnte nun unter der Leitung von Richard Vennemann begonnen werden. Er hat sämtliche Arbeitsgänge in hervorragender Weise vorbereitet, koordiniert, aufeinander abgestimmt und im praktischen Einsatz vor Ort begleitet. Zunächst wurden die Fundamente entsprechend den vom Hersteller des Pavillons angegeben Maßen erstellt. Hierzu musste der Bauplatz genau vermessen und eingerichtet werden. Anschließend wurde die Fläche zwischen den Fundamenten mit Schotter aufgefüllt, verdichtet, eingeebnet und zur Verlegung des Pflasters „abgezogen“. Nach dem Setzen der Kantensteine wurden die Verbundpflastersteine verlegt. Damit waren die Arbeiten im Bereich des Pavillonbodens erledigt.

Beim Aufbauen des Pavillons musste auf exakte Maßgenauigkeit und senkrechte Stellung der sechs Dachstützen geachtet werden, denn die Walmdachkonstruktion mit den vorgefertigten Elementen hätte sonst nicht montiert werden können. Alles passte bestens. Das Baustellen-Leitmotiv „Was nicht passt wird passend gemacht“, musste nicht angewendet werden. Nach der Montage der Dachelemente wurden die Dachschindeln angebracht. Es war nicht leicht, diese Arbeit mit den zur Verfügung stehenden einfachen Mitteln durchzuführen. Das Ergebnis kann sich aber sehen lassen.

Die Grundkonstruktion des Pavillons wurde an der Wetterseite (West- und Südwestseite) zum Schutz gegen Wind und Regen vom Boden bis zur Dachunterkante mit kesseldruckimprägnierten Zaunbrettern verkleidet. Aus dem gleichen Material wurde für die weiteren Seitenflächen bis auf den Eingang eine ca. 1,0 m hohe Brüstung erstellt.

Auch die Ehefrauen haben sich eingesetzt und mit belegten Brötchen und Getränken dafür gesorgt, dass die bei der schweren körperlichen Arbeit verbrauchte Energie schnell wieder aufgeladen wurde. Häufig informierten sich interessierte Bürgerinnen und Bürger über die Arbeiten. Spontan wurde für weitere Materialanschaffungen Geld gespendet. Das Holz für die Bänke und den Tisch hat Bernhard Waltermann kostenlos zur Verfügung gestellt. Die entsprechenden Arbeiten hat Detlef Gießler kostengünstig erledigt.

Nach der Fertigstellung wurden an der östlichen Seite der Wetterschutzhütte die Bänke, die bereits vor den Arbeiten vorhanden waren, mit Blickrichtung auf die Emmerbachaue und die angrenzende Landschaft neu angeordnet. Der Boden wurde mit Schotter befestigt und eingeebnet. Eine Schicht aus Dolomitsand wurde aufgebracht. Eine Abstellmöglichkeit für Fahrräder wurde angefertigt.

Materialkosten in Höhe von insgesamt ca. 3.750,00 € sind angefallen. Nachfolgend aufgeführte Personen haben beim Aufbau der Wetterschutzhütte ehrenamtlich mitgearbeitet:

Bernhard Düffels, Detlef Gießler, Dr. Theodor Kock, Werner Scharenberg, Heinz Schwalenberg, Bernd Steverding, Freimut Suhre, Harald Symanowski, und Sohn Finn, Theo Tönies, Richard Vennemann, Alfred Waltermann, Bernhard Waltermann, Hermann Weber,

Die mithelfenden Personen haben insgesamt ca. 530 Arbeitsstunden aufgewendet. Insbesondere die Erd- und Bodenarbeiten waren körperlich anstrengend. Es war jedoch stets eine sehr gute Stimmung vorhanden; nach einhelliger Meinung haben die gemeinschaftlichen Arbeitseinsätze allen Mitarbeitern Spaß und Freude bereitet.

Edmund Vennemann hat die Arbeiten mit großem Interesse verfolgt und mit seiner Frau Anneliese am 04.11.2015 nachmittags zu einer geselligen Zusammenkunft mit Kaffee und Schnittchen in die Schutzhütte eingeladen. Im Verlauf der Feierstunde wurde die von der Baumschule Sennekamp, Senden, gestiftete Eiche gepflanzt.

Am Freitag, den 27.11.2015 wurde in Anwesenheit unseres Bezirks-bürgermeisters Joachim Schmidt, der Presse und zahlreicher Gäste der neu gestaltete Rastplatz der Öffentlichkeit übergeben.


Münster-Amelsbüren, im November 2015

 
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